250.000 Flugstunden
Jubiläum über den Wolken: Polizeifliegerstaffel NRW erreicht 250.000 Flugstunden
Ein historischer Meilenstein für die Sicherheit aus der Luft: Anfang März 2026 hat die Polizeifliegerstaffel NRW ihre 250.000ste Flugstunde absolviert.
Seit der Gründung im Jahr 1962 unterstützen die „Hummeln“ – so das Rufzeichen der Staffel – die Einsatzkräfte am Boden bei der Verbrecherjagd, der Vermisstensuche und dem Katastrophenschutz.
Jubiläumseinsatz: Festnahme statt Feierstunde
Die Rekordstunde am 7. März fiel passenderweise mitten in einen Realeinsatz. Auf dem Rückflug von einer Suche in Telgte steuerten die Piloten kurzerhand um, um einen Einbruch in Münster zu unterstützen.
Aus der Luft entdeckte die Besatzung einen Tatverdächtigen, der an einer Fassade hing, und hielt ihn im Blick, bis die Handschellen am Boden klickten.
Von der „Libelle“ zum High-Tech-Heli
Die Geschichte der Staffel ist geprägt von technischem Fortschritt und mutigen Einsätzen:
Die Anfänge: 1962 startete man mit zwei italienischen Bell 47, die optisch noch an Libellen erinnerten.
Heute: Die Flotte besteht aktuell aus sechs hochmodernen Airbus H145-D3. Diese Allrounder sind 24/7 im Einsatz – für SEK-Transporte, Fahndungen und seit 2021 sogar zur Waldbrandbekämpfung.
Besondere Momente: Ob bei der Rettung von Menschendächern während der Flut 2021 oder durch spektakuläre Manöver, bei denen Hilflose mittels Rotor-Abwind an Land „geweht“ wurden – die Staffel ist oft die letzte Rettung.
Gedenken und Ausblick
Trotz der Erfolge blickt die Staffel auch auf tragische Momente zurück, wie den Absturz zweier Kollegen im Jahr 1978 bei Unna. Heute betont die Leitung des LZPD NRW vor allem den „Faktor Mensch“. Ohne die hochmotivierten Piloten und Operatoren wäre die technische Überlegenheit der Maschinen wertlos.
Quelle/Bilder: Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD NRW), Nordrhein-Westfalen